Das Objekt besteht aus dynamisch geschwungenen Elementen, die metaphorisch für Bewegung und den namensgebenden „Ort der Begegnung“ stehen – passend für einen Verkehrsknotenpunkt zwischen Bahnhof und Innenstadt.

Nachdem Félin im Kreisverkehr an der Möhne- und Graf-Gottfried-Straße beinahe ein visuelles Schleudertrauma erlitten hat, nähert sie sich auf dem Sozius von Schmieds Motorrad dem Kreisverkehr Bahnhofstraße – Von Lilien Straße mit den auf dem Hinweisschild vorgeschriebenen 30 km/h.
Bei dem, was in dieser Stadt an Skulptur in den öffentlichen Raum gewürfelt wurde, keimt die Erkenntnis, dass der Betrachter der Kunst in dieser Stadt nicht aus dem Weg gehen, sie jedoch umfahren kann. Dies möglichst nachts, erst dann kommen die zu figuralen Umrissen gebogenen Schatten der beiden Neheimer Künstler richtig zur Geltung, was der Mitwirkung eines Kunstschlossers zu verdanken ist, der die Ideen der Künstler geerdet hat. Durch die indirekte Beleuchtung sieht die Skulptur aus jeder Perspektive anders aus.
Das ist für Félin so spannend, dass sie den Schmied drängt, noch eine Runde zu drehen. Und noch eine. Und noch eine. Sie wird allein vom Anblick besoffen. Bei der folgenden Verkehrskontrolle hat es dann 0,00 Promille.
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Gerade erschienen: Ziemlich zufällige Zwischenstände, Katalog von Haimo Hieronymus. Die Ausstellung ist zu den bekannten Besuchszeiten in der Werkstadtgalerie Der Bogen geöffnet.

Weiterführend → Vertiefend zum Thema Künstlerbücher finden Sie hier einen Essay sowie ein Artikel von J.C. Albers. Weiterführend auch das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus über Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.
→ Die Skulptur im Kreisverkehr Bahnhofstraße / Von Lilien Straße in Hüsten wurde von den Künstlern Haimo Hieronymus und Karl-Heinz Hosse geschaffen. Sie wurden unterstützt vom Schmied Markus Brake.