Wir machen einen Schritt zurück und betrachten das Gesamtbild.

Vom Totenberg aus betrachtet, macht diese Stadt einen idyllischen Eindruck. Das Land der 1000 Berge wäre eigentlich die optimale Kulisse für einen Heimatfilm der 1950-er Jahre; wären da nicht die Windräder, die am Horizont ihre Kreise ziehen.
Manche Zeitgenossen haben ästhetische Bedanken wegen dieses Windspargels, finden zugleich einen Weidezaun aus Stacheldraht romantisch. Und im Gegensatz zu einem technisch weiter entwickelten Elektrozaun wandelt eine Windkraftanlage die Bewegungsenergie des Windes in elektrische Energie um und speist sie in das Stromnetz ein.
Viele Bauern am Haarstrang haben Windräder bereits als Einnahmequelle entdeckt. Das sie zudem die Dächer ihrer Scheunen mit Solarpanelen ausstatten wiederlegt das Klischee dieser bodenständigen Menschen. Sie verstehen Konservatismus als Bewahren der Natur. Das sind Aussichten.
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Weiterführend → Über Rheinromantik.
→ Der Herausgeber würdigte den Fotographen Martin Vanselow, dessen Streetphotography er sehr schätzt. Er freut sich über die Zusammenarbeit für diese Online-Publikation weil Vanselow nicht nur faszinierende Bilder aus dem Alltag hervorholt, sondern weil diese Momentaufnahmen nebenher auch großartige Sozialstudien sind.