Transkulturelle Perspektiven

…noch bis zum 29. November 2026 im Museum am Rothenbaum (MARKK)

Die „KATZEN!“-Ausstellung beleuchtet die Katzen aus einer transkulturellen Perspektive. Sie zeigt, wie Katzen in verschiedenen Kulturen wahrgenommen werden – von der ägyptischen Göttin Bastet bis zu heutigen Internetphänomenen (Hello-Kitty!). Diese Vielfalt in der Darstellung spiegelt die unterschiedlichen Bedeutungen wider, die Katzen in verschiedenen Gesellschaften haben, etwa als Heimtiere, kultische Symbole oder Jagdhelfer.

Die Schau behandelt verschiedene Aspekte wie „Cuteness“, Kult und Kunst und zeigt die „Macht der Katze“ in der menschlichen Wahrnehmung.

Die Ausstellung beleuchtet die einzigartige Rolle der Katze in der Kulturgeschichte, die im Gegensatz zu anderen Tieren eine extrem vielfältige und widersprüchliche Symbolik bedient. Sie repräsentiert Sanftmut und Wildheit, Gut und Böse, Sonne und Mond, Licht und Finsternis, das Göttliche und das Satanische zugleich. Sie zeigt den kulturellen und künstlerischen Reichtum, den Katzen in verschiedenen Kulturen der Welt über Jahrtausende hinweg inspiriert haben.

Diese popkulturell aufgepusteten Katzengestalten werden vor allem wegen ihrer grotesk übersteigerten Niedlichkeit geliebt.

Ein weiterer entscheidender Aspekt dieser Ausstellung ist die Einbindung von zeitgenössischer Kunst und Inhalten aus sozialen Medien. Die Mischung aus historischen Artefakten und modernen künstlerischen Interpretationen bietet den Besuchern einen umfassenden Blick auf die Rolle von Katzen, sowohl in der Kunstgeschichte als auch in der heutigen Medienlandschaft. Der Einsatz von Katcontent aus Hamburger Haushalten macht die Ausstellung zudem lokal relevant und greifbar.

Die Ausstellung findet in einer Stadt statt, die auch einen sehr aktuellen lokalen Bezug zu Katzen hat, wie die neue Hamburger Katzenschutzverordnung zeigt, die sich mit freilebenden Katzenpopulationen befasst. 

Die „KATZEN!“-Ausstellung thematisiert die Dualität des Katzenbildes: Katzen werden sowohl als niedlich und hilfreich als auch als mysteriös und heidnisch dargestellt. Diese ambivalente Sichtweise fördert ein tieferes Verständnis für die Komplexität des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier. Besucher werden eingeladen, ihre Perspektiven auf diese allgegenwärtigen Tiere zu hinterfragen und zu erweitern.

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Die „KATZEN!“-Ausstellung findet noch bis zum 29. November 2026 im Museum am Rothenbaum (MARKK) statt.

In Japan lief Martin Vanselow diese Maneki-neko über den Weg.

Weiterführend → Der Herausgeber würdigte den Fotographen Martin Vanselow, dessen Streetphotography er sehr schätzt. Er freut sich über die Zusammenarbeit für diese Online-Publikation weil Vanselow nicht nur faszinierende Bilder aus dem Alltag hervorholt, sondern weil diese Momentaufnahmen nebenher auch großartige Sozialstudien sind.

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