Die Holzbrücke ist im Sauerland die älteste Bauform in der Geschichte des Brückenbaus. Beginnend mit einem über die Möhne gelegten Baumstamm. Hier in weiter entwickelter Form.

Der Mensch ist ein zweibeiniges, federloses Geschöpf, es hat in den letzten 3000 Jahren zwar vögeln aber nicht fliegen gelernt. Das stellt diese Spezies hin und wieder vor Probleme. Fällt die Elektrizität aus, wird er ins Mittelalter zurückgeworfen. Tropft kein Wasser mehr aus der Leitung, muss er sich an die Quelle bewegen. Hier gerät wieder ALLES in Fluss… und es bleibt im Fluss.
Das Ich der Schafsbrücke scheint eher hölzern zu sein. Die andere Kennzeichnung „Moosfelder Brücke“ bezeichnet gleichfalls etwas profanes, einen Fluss zu überqueren ohne dabei von der Strömung weggetrieben zu werden.
Für die Bauern stellte die Überquerung an der alten Möhnefurt, die einst das Rittergut Moosfelde mit den Ländereien und Weiden am Wiedenberg verband, eine Verbindung zwischen Hof und Weide dar. Die Tiere könnte auch auf der anderen Seite des Flusses auf das Weideland getrieben werden.
Damit neue Pflanzen wachsen können, müssen andere vergehen. Und damit neue Lebewesen heranwachsen können, muss der Boden erst molekulare Bestandteile von toten Körpern zersetzt haben. Wachstum und Zerfall sind die beiden natürlichen Atmungsbewegungen des Sauerlands.
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Weiterführend → Kunst verleiht dem Unbekannten einen Ausdruck. Lesen Sie auch den Essay Laik Wörtschel – ein Künstler der Stille.
→ Ein Artikel von Laik Wörtschel über Asphaltics – die geheime Streetart.
→ In der Werkstattgalerie Der Bogen werden nicht nur Ausstellungen gezeigt, sondern auch Künstlerbücher – direkt vor Ort entworfen, gedruckt und vervielfältigt. Sie sind Ausdruck von Kreativität, handwerklichem Geschick und einem tiefen Verständnis für die Grenzen und Möglichkeiten von Kunst. Vertiefend zum Thema Künstlerbücher lesen finden Sie hier einen Essay. – Weiterführend auch das Kollegengespräch mit Haimo Hieronymus.
